Kunststofffenster oder Alu: Welches Material für Fenster ist am besten?

In der letzten Woche haben wir eine wirklich tolle Fensterkombination bei unseren Kunden eingebaut und fertiggestellt.

Die Frage, die sich viele Bauherren stellen, ist: Aus welchem Material sollen die Fensterrahmen hergestellt sein?

Kunststoff oder Alu: Welches Material für Fenster ist am besten?

Kunststofffenster: Vorteile und Nachteile

Kunststoff-Fensterrahmen werden zumeist aus industriell vorgefertigten Hohlkammerprofilen aus Hart-PVC angeboten. Solche Rahmen müsst ihr nicht mehr streichen. Kunststoff-Fenster werden überwiegend mit weißen Rahmen angeboten. Es gibt aber auch PVC-Fenster in Farbe oder Holzoptik.

Verfärbungen, früher noch ein ärgerliches Problem, gibt es heute nicht mehr. Heutzutage enthält der Kunststoff eine Beimischung von so genannten Farbstabilisatoren.

Kunststofffenster sind die günstigste Alternative bei Fensterrahmen.

Fenster aus Kunststoff gelten als pflegeleicht. Ihr solltet aber beachten, dass auch Kunststoff-Fenster im Laufe der Zeit verwittern. Alle Erzeugnisse der organischen Chemie – und dazu gehört auch PVC – werden im Laufe der Zeit durch die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes zerstört. Es findet eine schleichende Verwitterung statt, die sich darin zeigt, dass die ursprünglich glatte Oberfläche matt wird.

Ein weiterer unangenehmer Effekt besteht darin, dass sich PVC – besonders bei starker Erwärmung – elektrostatisch auflädt und Staub und Schmutz anzieht, der dann in die Oberfläche förmlich eingebrannt wird. Allein aus diesem Grund müsst ihr auch Kunststoff-Fenster laufend mit geeigneten Pflegemitteln behandeln.

Die ganz preiswerten Kunststoff-Fenster müsst ihr bereits nach etwa 30 Jahren auswechseln. Hochwertige halten bis zu 50 Jahre.

Alu Fenster sind langlebig und benötigen wenig Wartung

Alu Fenster zeichnen sich vor allem durch ihre Beständigkeit aus: das formbare Fenstermaterial ist außerordentlich resistent gegenüber Witterungseinflüssen. Alu Fenster sind eine gute Wahl, wenn man auf häufige Wartung und aufwendige Reparaturen verzichten möchte. Unter­schiedliche Beschichtungen sorgen für vielfältige Designs und Anwendungs­möglichkeiten.

Obwohl rund 95 Prozent von einem alten Alufenster durch Recycling einer Wieder­verwertung zugeführt werden können, ist die Ökobilanz von einem Alufenster nicht so gut wie zum Beispiel die von einem Holzfenster, da die Produktion sehr energieaufwendig ist.